Hautprobleme und Nährstoffmangel – Wenn Psoriasis und Neurodermitis trotz Medikamenten nicht besser werden
Viele Menschen, die unter Psoriasis (Schuppenflechte) oder Neurodermitis leiden, kennen das: Trotz Salben, Cremes und Medikamenten verbessern sich die Hautprobleme nur wenig oder gar nicht. Was dabei oft übersehen wird: Ein Nährstoffmangel kann eine entscheidende Rolle spielen – sowohl bei der Entstehung als auch beim Verlauf chronischer Hauterkrankungen.
Die Haut – Spiegel unseres inneren Gleichgewichts
Unsere Haut ist nicht nur das größte Organ, sondern auch ein sensibler Spiegel unseres Stoffwechsels. Sie braucht eine Vielzahl von Mikro- und Makronährstoffen, um gesund zu bleiben:
Makronährstoffe: Proteine liefern Aminosäuren für die Hauterneuerung, Fette (vor allem Omega-3-Fettsäuren) wirken entzündungshemmend, Kohlenhydrate liefern Energie für den Zellstoffwechsel.
Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente steuern hunderte biochemische Prozesse, die für die Regeneration, Immunabwehr und Barrierefunktion der Haut unverzichtbar sind.
Wichtige Nährstoffe für gesunde Haut
Einige Nährstoffe sind besonders relevant für Menschen mit chronischen Hautproblemen:
Vitamin D: Reguliert das Immunsystem, wirkt entzündungshemmend und wird bei Psoriasis oft in zu geringen Mengen gefunden.
Vitamin A & Zink: Unterstützen die Hauterneuerung und Wundheilung.
Vitamin C & E: Wirken antioxidativ und schützen die Haut vor oxidativem Stress.
B-Vitamine (v. a. B2, B6, B12, Biotin): Essenziell für Zellteilung, Energieproduktion und Hautbarriere.
Omega-3-Fettsäuren: Entzündungshemmend und wichtig für die Hautstruktur.
Magnesium, Selen, Eisen: Unterstützen Enzymfunktionen, Immunabwehr und Sauerstoffversorgung der Haut.
Fehlen diese Bausteine, kann die Haut ihre Schutzfunktion nicht mehr optimal erfüllen. Entzündungen, Trockenheit, Juckreiz und eine Verschlechterung bestehender Hauterkrankungen sind mögliche Folgen.
Wie erkennt man einen Nährstoffmangel?
Ein Nährstoffmangel ist nicht immer offensichtlich. Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder brüchige Nägel können ebenso Hinweise sein wie anhaltende Hautprobleme. Um Gewissheit zu erlangen, empfiehlt sich:
Blutuntersuchung: Beim Arzt oder Heilpraktiker lassen sich wichtige Werte wie Vitamin D, Eisen, Zink, Selen oder Omega-3 bestimmen.
Ernährungsanalyse: Ein Ernährungstagebuch zeigt, ob bestimmte Nährstoffe dauerhaft zu kurz kommen.
Ganzheitlicher Blick: Auch Verdauungsprobleme, Stress oder Medikamenteneinnahmen können Mängel begünstigen.
Wie behebt man einen Mangel?
Gezielte Ernährung: Viel frisches Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, hochwertige Eiweißquellen und gesunde Fette.
Individuelle Supplementierung: Nahrungsergänzungsmittel sollten nur nach festgestelltem Mangel und in Rücksprache mit Fachpersonal eingenommen werden.
Lebensstil anpassen: Ausreichend Schlaf, Bewegung und Stressreduktion fördern die Nährstoffaufnahme und Regeneration.
Langfristig dranbleiben: Ein gesunder Hautstoffwechsel braucht Zeit – Verbesserungen zeigen sich oft erst nach Wochen bis Monaten.

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