Deutschland bewegt sich zu wenig – warum wir unsere Gesundheit aufs Spiel setzen
Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an sogenannten Wohlstandskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder chronischen Entzündungen. Dabei wäre es oft möglich, diese Erkrankungen zu verhindern oder sogar umzukehren. Doch statt selbst aktiv zu werden, verlassen sich viele auf Medikamente und die moderne Medizin. Ein gefährlicher Trugschluss – denn Medikamente können zwar Symptome lindern, die Ursachen aber nicht beseitigen.
Die Fakten: Bewegungsmangel in Deutschland
Eine aktuelle Umfrage der Techniker Krankenkasse zeigt: Nur 52 % der Deutschen treiben regelmäßig Sport. Fast jeder Zweite bleibt also körperlich inaktiv – und das, obwohl die positiven Effekte von Bewegung längst bekannt sind. Schon 30 Minuten zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen am Tag können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken.
Warum tun wir es nicht?
Die Gründe für Bewegungsmangel sind vielfältig:
Bequemlichkeit: Der Alltag ist geprägt von Sitzen – im Büro, im Auto, auf der Couch.
Stress: Viele fühlen sich nach Arbeit und Verpflichtungen zu erschöpft für Sport.
Falsche Prioritäten: Wer auf Medikamente vertraut, glaubt, sich nicht um die eigene Gesundheit kümmern zu müssen.
Doch genau hier liegt das Problem: Die Verantwortung lässt sich nicht an Ärzte oder Pharmaindustrie abgeben.
Bewegung – die beste Medizin
Körperliche Aktivität wirkt wie ein kostenloses Medikament, nur ohne Nebenwirkungen:
Sie stärkt Herz und Kreislauf.
Sie verbessert den Stoffwechsel und beugt Diabetes vor.
Sie reduziert Stress und hebt die Stimmung.
Sie schützt vor Muskelabbau und Knochenschwund im Alter.
Schon kleine Schritte machen einen großen Unterschied – regelmäßige Spaziergänge, Treppensteigen oder kurze Trainingseinheiten im Alltag sind ein wirksamer Anfang.
Ernährung als Schlüssel zur Gesundheit
Bewegung allein reicht nicht. Eine ausgewogene Ernährung verstärkt die positiven Effekte und ist genauso entscheidend für die Gesundheit. Viel frisches Obst und Gemüse, ballaststoffreiche Vollkornprodukte, ausreichend Eiweiß und gesunde Fette bilden die Basis. Gleichzeitig gilt es, den Konsum von Zucker, Fertigprodukten und stark verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren.
Vorbeugung – so geht’s
Gesunde Routinen lassen sich einfacher umsetzen, als viele denken:
Mindestens 30 Minuten Bewegung täglich – auch verteilt auf mehrere kleine Einheiten.
Bewusst essen: frisch, bunt und abwechslungsreich statt industriell verarbeitet.
Routinen schaffen: feste Zeiten für Mahlzeiten und Bewegung.
Regelmäßige Vorsorge nutzen, um Risiken frühzeitig zu erkennen.

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